10.24.07

Hypochonder?

Veröffentlicht in Mixbox, die Sabbi tagged , , , , , , , um 10:03 von Xandriah

Ein paar meiner Leser, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich seit mittlerweile drei Jahren mit unspezifischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Magen-Darm-Problemen kämpfe. Angefangen hat das damals mit einer missglückten Antibiotikatherapie, die meine Darmflora total kaputt gemacht hat und sich daraufhin Pilze stark vermehrt haben. Die Pilze sind mittlerweile weg, die Symptome geblieben.
Eins dieser kritischen Lebensmittel waren Milch und Quark, weil ich mich nach deren Verzehr unwohl gefühlt habe und aussah als wäre ich im vierten Monat schwanger. Weder einer Darmspiegelung noch diverse Blutuntersuchungen brachten brauchbare Ergebnisse. Körperlich sollte ich topfit sein.

Jetzt wollte ich endlich Gewissheit und habe einen Atemtest auf Laktoseintoleranz gemacht. Ergebnis negativ, ich habe nicht reagiert. Gestern war ich nochmal zur Besprechung in der Praxis, wo mir der Arzt sagte, dass Pilzinfektionen Schwachsinn seien und ich mich damit abfinden müsse, dass ich eine empfindliche Verdauung habe (schon klar, hab mich ja auch weitgehend damit arrangiert). Er hat mir noch einen Termin zum Fruktoseintoleranztest gegeben, aber den werde ich wieder absagen. Am Fruchtzucker liegts nicht. Ich esse jede Menge Obst und Gemüse, ich esse fertige Fruchtjoghurts und andere Lebensmittel, wo das Zeug drin ist und habe keine Probleme damit. Auch Brot und Brötchen sind okay, solange es kein zu grobes Vollkorn ist. Also schließe ich eine Reaktion auf Gluten auch aus.

Ich werde wirklich mit den Veränderungen meines Körpers leben müssen. Manchmal ist das schwer, aber im Alltags klappt es einigermaßen. Auch an die skeptischen Blicke werde ich mich gewöhnen, wenn ich anderen wiederholt erkläre, was mit mir los ist.

7 Kommentare »

  1. Thalion sagte,

    hmm…also quark mag ich net, deswegen futter ich den nich, aber auf milch in reinform hab ich auch ne unverträglichkeit (deswegen als kleinkind mit saft aufgezogen *g*)…aber ohne die lactoseallergie…scheits also zu geben.

  2. Ascari sagte,

    Das ist überhaupt nicht lustig … Ne Freundin von mir hat in letzter Zeit kaum essen können, ohne das Gegessene bei sich zu behalten. Jetzt hat sie sich endlich überwunden und hat sich untersuchen lassen. Ergebnis: Laktoseintoleranz. Durch einen anderen Bekannten weiß ich auch, auf wie viele Lebensmittel da man verzichten muss …

  3. Xandriah sagte,

    Thali> Hast du dich mal auf Milcheiweißallergie testen lassen? Vielleicht verträgst du das Casein in der Kuhmilch nicht.

    Ascari> Ich hab mich mittlerweile schlau gemacht und gute Alternativen gefunden. Reformhäuser sind was tolles, wenn auch teurer. Seit meiner Diagnose habe ich noch keine Milch getrunken (kein Bedürfnis mehr) aber ich bin von laktosefreien Milchprodukten wieder auf normale umgestiegen und kann bisher nicht klagen.
    Ich glaube, Menschen mit anderen Nahrungsmittel- und Kreuzallergien haben es deutlich schwerer sich gut zu ernähren.

  4. Ascari sagte,

    Ich glaube, wenn man so eine Diagnose gestellt bekommt (dass man bestimmte Lebensmittel nicht verträgt), geht man komplett anders mit der Ernährung um. Man denkt sicher mehr darüber nach, was man isst und was man meiden sollte.

    Besagte Freundin hat jetzt auch die Reformhäuser für sich entdeckt. Ja, sie sind teurer, aber man bekommt auch gute Qualität dafür, das ist gar keine Frage …

    Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich alles essen kann, was ich will. Ich wüsste nicht, was ich machen würde, würde man mir sagen, dass ich Laktoseintoleranz hätte. Dafür mag ich Milch und Milchprodukte viel zu sehr …

  5. Xandriah sagte,

    Laktoseintoleranz ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr, weil immer mehr Hersteller laktosefreie Produkte auf den Markt bringen und man im Zweifelsfall Tabletten mit dem Enzym nehmen kann.

    Ich hab ernährungsmäßig in den letzten Jahren echt viel mitgemacht und weiß, dass es mir am besten geht, wenn ich mich ausgewogen ernähre (kleine Sünden nicht ausgeschlossen). Wenn ich jetzt zurückdenke, was ich früher alles in mich “reingestopft” hab, bin ich fast froh, dass es jetzt so ist, wie es ist.

  6. soulkeeper sagte,

    Jetzt weiß ich ja, wer in Reformhäusern einkauft. ;)

    http://soulkeeper.wordpress.com/2005/12/27/butter-ist-nicht-gleich-butter/

    Wobei der Anlass dazu natürlich unschön ist. Fällt mir immer wieder auf: Man weiß erst zu schätzen, was es bedeutet, absolut gesund zu sein, wenn man mal krank und/oder eingeschränkt ist.

    Egal, ob das ein verstauchter Knöchel ist, ein Bänderriss oder eine Lebensmittelunverträglichkeit.

    Bleib tapfer!

  7. Xandriah sagte,

    Danke, ich halte mich wacker!

    Interessanter Eintrag, wenn auch schon älter. Recht hast du, manche Produkte sind sehr teuer, vor allem, wenn es Alltagssachen wie Butter sind. Dafür muss man in Reformhäusern keine Angst vor Gammelfleisch haben ;)


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